Photo: Alex Gorontzi
Die Malerin Feodora Hohenlohe
Feodora Hohenlohe lernte als Tochter eines Theaterregisseurs früh die Kraft der Bilder zu lieben und tauchte ein in die Welt der Kunst und der Maske. Sehr früh entschied sie sich jedoch für die Darstellung des Realen, das für sie den eigentlichen Zauber birgt. Die Poesie des Alltäglichen findet sich in ihren von Intensität geprägten Stilleben, in ihren Porträts und Bildnissen. Das Skurrile, Märchen- und Maskenhafte, das ihre Kindheit prägte, fließt ein in ihre Capricen und Phantasiestücke. Diese entstehen im Gegensatz zu den oftmals großformatigen Ölgemälden in kleinem Format und in verschiedenen Techniken.
V.B.
Feodora Hohenlohe sagt über sich selbst: „Ich bin Malerin und verliebt in die Ölfarbe. Sie möchten etwas über mich wissen? Dann betrachten Sie meine Bilder.“
Da sieht man nun sehr Unterschiedliches: der lebensgroße Kopf einer Kuh beäugt den Betrachter (Augenweide), ein gefülltes Golfbag lehnt in einer Zimmerecke (Winterpause), ein Kinderhochstuhl steht einsam in kargem Raum (Macht). Es gibt Stillleben, Portraits, Blumenstücke, Tiere – auch solche aus Stoff, – Seelandschaften, kleine abstrakte Kompositionen und Phantasien. Wo ist da eine Linie zu erkennen? „Weshalb soll ich mich limitieren? Diese Aufforderung ergeht zwar immer wieder an mich, doch genau so wenig, wie ich jeden Tag dasselbe essen möchte, habe ich Lust, einmal Festgelegtes stets aufs Neue zu variieren. Jedes meiner Bilder ist wie ein eigenes Wesen mit ausgeprägter Individualität und nicht eine Marke oder ein voraussehbares Produkt.“
Gemeinsam ist allen Bildern Feodora Hohenlohes Handschrift, die ihr jeweiliges Sujet malend ausforscht und der es gelingt, eine zwar täuschend ähnliche, doch zugleich überhöhte Wirklichkeit des Dargestellten zu beschwören. Oftmals sind es ganz alltägliche, vertraute Gegenstände, die uns durch die Kunst der Malerin in ihren Bann ziehen und diese in einem neuen Licht erscheinen lassen. Dass ihr dabei eine virtuose Übersetzung von Stofflichkeit in Malerei gelingt (den Duft der Blumen und des Leders meint man zu riechen, dem Widder will man in die Wolle greifen), wird von Kritikern und Kunstkennern anerkannt und gerühmt.
Gelernt hat Feodora Hohenlohe ihr Handwerk – dieses Wort darf man im Zusammenhang mit ihrer Malerei durchaus benutzen – von 1981 bis 1988 im Atelier von Peter Schermuly in München, wo sie lebte, bevor sie 1997 Berlin zu ihrem Wohnort wählte.
Feodora Hohenlohes Bilder werden in vielen Ausstellungen gezeigt und sind in bedeutenden Sammlungen wie der Sammlung Würth, der Sammlung SØR Rusche und unter anderem im Museum für Kommunikation vertreten.
U.H.
Photo: Alex Gorontzi
Biographie
1952
Geboren im Schloß Osterberg bei Illertissen (Bayerisch-Schwaben)
1976 − 1978
Beginn von Malstudien in England
1980 – 1988
Studienjahre in alter Ateliertradition bei Peter Schermuly in München
Ab 1985
Eigenes Atelier in München-Schwabing
1989 – 1992
Dozentin für Ölmalerei an der Volkshochschule in München
Seit 1990
Wiederkehrende Malaufenthalte auf Schloß Ippenburg und Schloß Hünnefeld (bei Osnabrück),
dort Konzentration auf Naturthemen und Sujets der ländlichen Umgebung
1997
Umzug von München nach Berlin. Mitglied im Künstlersonderbund
Ab 2000
Buchvorstellungen, Lesungen und Aufführungen im Atelier am Schiffbauerdamm in Berlin-Mitte
2001
Erste plastische Arbeiten im Atelier von Jana Grzimek, Berlin
2002 & 2004
Arbeitsaufenthalte in der Majolika Manufaktur Karlsruhe mit Weiterentwicklung der plastischen Arbeiten
Seit 2004
Entwürfe und Gestaltungen von Garteninstallationen für die Ippenburger Gartenfestivals
2012
Umzug in eine Atelier-Wohnung in Berlin-Schöneberg, dort Fortsetzung der Veranstaltungstradition
Seit 2018
Festes Zweitatelier auf Schloß Ippenburg
usstellungen (Auswahl)
Galerie Schrade, ART Karlsruhe (G)
Galerie Schrade, Schloß Mochental (E)
Galerie Peters-Barenbrock, Ahrenshoop (E)
Galerie der PalmArtPress, Berlin (E) (B)
Galerie Schrade, Karlsruhe (E)
Museum Würth, Schwäbisch Hall (G)
Galerie im Grand Elysée, Hamburg (G)
Galerie Friedmann-Hahn, Berlin (G)
Sammlung Sør Rusche, Oelde (G)
Galerie JeanMichelBerlin, Berlin (G)
Art Karlsruhe (M)
Museum Abtei Liesborn, Wadersloh (G)
Galerie Friedmann-Hahn, Berlin (G)
Galerie Friedmann-Hahn, Berlin (G)
Museum Abtei Liesborn, Wadersloh (G)
Galerie Hohenthal und Bergen, Berlin (G)
Brigitte Henninger Art, München (G)
Brigitte Henninger Art, München (G)
Galerie Nering & Stern, Berlin (G)
Galerie Kloster Malgarten, Bramsche (E)
Galerie Hete A. M. Hünermann, Düsseldorf (E)
Ippenburger Schloss- und Gartenfestival, Bad Essen (jährlich) (E)
Spoleto Festival USA, Charleston, SC (E) (K)
Galerie Schloss Neuhaus, Salzburg (G)
Museum für Kommunikation, Berlin,
Museum Gunzenhauser,
Chemnitz, Sammlung Museum Würth,
Künzelsau, Sammlung
Kunsthalle Weishaupt, Ulm,
Sammlung Sør Rusche, Oelde